Ein Luxmeter im Smartphone beschreibt, wie viel Licht an einer Blattebene ankommt. Es geht nicht um das Lampenetikett, sondern um die tatsächliche Beleuchtungsstärke am Standort deiner Pflanze. Zwei identische Lampen liefern verschieden viel Lux, wenn Abstand, Neigungswinkel oder Hindernisse variieren. Wer am Blatthöhenpunkt misst, wiederholt, mittelt und dokumentiert, verwandelt vage Eindrücke in klare, vergleichbare Werte, die Entscheidungen erleichtern.
Fensterglas filtert Anteile des Lichts, Vorhänge streuen es, und helle Wände werfen helfen reflektierend zurück. Pflanzen nutzen Photonen über große Spektralbereiche, während Lux stärker an der Helligkeitswahrnehmung des Menschen hängt. Deshalb sind Luxwerte hervorragende Orientierung, aber kein vollständiges Abbild der photosynthetisch aktiven Strahlung. Mit dieser Einordnung liest du Messungen entspannter, triffst dennoch präzise Standortentscheidungen und ergänzt bei Bedarf mit neutralweißen LEDs.
Der Lichtpegel schwankt im Laufe des Tages stark. Morgens weich, mittags intensiv, abends warm und sanfter. Im Winter fällt weniger Licht ein, während Sommerwerte durch hohe Sonne explodieren können. Wolken, Regen und beschattete Nachbargebäude wirken wie Dimmer. Wer mehrfach über den Tag hinweg misst und typische Spitzen sowie Tiefpunkte kennt, plant Gießrhythmen, Düngung und Zusatzlicht realistischer und verhindert Wachstumsbrüche durch saisonale Überraschungen.
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